Unser Kunde Darmklinik – jetzt in der Grazia

Was ist eine normale Verdauung?

Täglich, alle drei Tage oder gar einmal die Woche? Wie oft ist es denn jetzt normal, das stille Örtchen aufzusuchen? Fakt ist: Alles, was man seinem Körper zuführt, muss auch wieder rauskommen. Laut Dr. med. Wilhelm Brühl, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie an der Darmklinik Exter (darmklinik.de), ist eine Häufigkeit von dreimal am Tag bis hin  zu einmal alle drei Tage völlig normal  und unbedenklich. Alarmbereitschaft gilt allerdings bei stark flüssigem Stuhl, Bauchbeschwerden mit Fieber, wenn Blut zu sehen ist oder der Stuhl so fest ist, dass sich beim Absetzen der Bauch aufbläht und man Schmerzen hat. In diesen Fällen sollte man schleunigst seinen Hausarzt aufsuchen, der einen – wenn nötig – an einen Internisten überweist. Mit Hilfe  von Stuhlprobe, Ultraschall und Blutabnahme kann das Problem dann genau ermittelt werden. 

Das ist schei** für den Darm…

Schon Hippokrates sagte, dass alle Krankheiten im Darm entstehen. Heute weiß man, dass das Mikrobiom (also die Gesamtheit aller Keime und Mikroben, die den Darm besiedeln) hierbei eine entscheidende Rolle spielt. „Je nachdem, ob die Ernährung gesund oder ungesund ist, werden die guten oder schlechten Bakterien gefüttert. Viel Zucker, ungesunde Fette, Kaffee, Alkohol, Fleisch und Milchprodukte füttern die schlechten Bakterien, und wenn sich zu viele von ihnen im Darm befinden, gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Zusätzlich werden gute Bakterien durch Antibiotika oder viel Stress geschwächt“, so Dr. Brühl. Die Folge macht sich meist unmittelbar im Gesicht bemerk-bar, denn wenn die Darmflora geschädigt ist, verlagert der Darm die Entgiftung auf andere Organe wie etwa die Haut (daher wird sie auch häufig als dritte Niere be- zeichnet). Es werden dann schädliche Stoffe hierüber ausgeschieden, die sich durch Unreinheiten kenntlich machen. Steht der Darm allerdings dauerhaft unter schwerer Belastung, kann es zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Immunschwäche, Enteritis, Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Nesselfieber, chronische Gastritis, Darmkrebs, einem Reizdarm Syndrom, Migräne oder auch psychischen Erkrankungen führen. „Es gibt Hinweise darauf, dass ein durchlässiger Darm für die Entstehung von Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten bis hin zu Alzheimer verantwortlich ist. Dieser Bereich wird derzeit intensiv untersucht.“

Das fördert die Darmgesundheit…

Genauso wie eine schlechte Ernährung sich negativ auf die Darmflora auswirken kann,
fördert eine gesunde Ernährung die Darmgesundheit. „Sie sollte leicht verdaulich,
fettarm und ballaststoffreich (drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst täglich
sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte) sein. Lebensmittel, welche das Darmmilieu
positiv beeinflussen können, sind etwa: Sauermilchprodukte (Kefir, Buttermilch,
Quark, Naturjoghurt) und fermentierte Lebensmittel wie Brottrunk, Gemüsesäfte, Sauerkraut, Kimchi oder Kombucha. Ein weiterer Faktor, der unsere Darmgesundheit pusht, ist regelmäßige Bewegung: „Dabei muss es gar nicht das schweißtreibende Workout sein – Spaziergänge und Yoga eignen sich ideal“, so der Experte. Und was ist, wenn die Darmflora schon stark beeinträchtigt ist? Dann kann immer noch eine „Colon-Hydro-Therapie“ – oder auf gut Deutsch: eine Darmspülung – wahre Wunder wirken. Bei dieser Art von Detoxbehandlung werden unter ärztlicher Betreuung mehrere Liter gefiltertes Wasser, ohne Verwendung von Chemikalien oder Medikamenten, in den Dickdarm geleitet und über einen zweiten Schlauch wieder heraustransportiert. Dabei werden Pilzkolonien, Stuhlreste, Giftstoffe wie auch alte Ablagerungen von den Darmwänden gelöst und ausgeschieden. Zugegeben, so wirklich sexy klingt das Ganze nicht, aber wen kümmert’s wenn das Ergebnis ein strahlender Teint und ein gesunder Organismus sind?! Pssst… selbst Stars wie Katy Perry, Julia Roberts, Madonna und Gwyneth Paltrow stehen öffentlich dazu, sich hin und wieder einen Einlauf verpassen zu lassen, und schwören drauf! 

Welche Rolle spielt die Psyche?

Sprichwörter wie „Der Stress schlägt mir auf den Magen“ kommen nicht von ungefähr: Tatsächlich ist mittlerweile bewiesen, dass es eine Achse zwischen Darm und Hirn gibt. Angst und Stress können körperliche Reaktionen wie Durchfall oder Bauchschmerzen auslösen – es wird dann auch vom Reizdarm Syndrom gesprochen. „Werden Situationen aus der Vergangenheit als ungelöste Anspannung und als Warnsignale im Körper abgespeichert, warnt das Bauchgefühl bei ähnlichen Situationen immer wieder mit Symptomen“, so Dr. Wilhelm Brühl. Der Mediziner Gregor Hasler beschreibt den physiologischen Zusammenhang zwischen Psyche und Darm in seinem Buch „Die Darm-Hirn-Connection“ (Klett-Cotta) so: „Der Vagusnervverbindet den Darm mit dem Hirn. Er hat seinen Ursprung im Hirn und schlängelt sich im Inneren des Halses bis zum Brustkorb hinab. Danach begleitet der Vagus die Speiseröhre und teilt sich anschließend in viele kleine Äste auf, die zum Magen und den Därmen führen (…). Auch deshalb ist unsere Psyche für das Geschehen in unserem Bauch so wichtig.“ Hinzu kommt, dass Darmbakterien wichtige Bausteine für Glückshormone wie Serotonin, Dopamin und GABA sind. Ist die Darmflora aus der Balance, kann das die Produktion beziehungsweise die Umwandlung in die wichtigen Neurotransmitter negativ beeinflussen, was zu Stimmungsschwankungen bis hin zu schweren Depressionen führen kann.

Pressemitteilungen & News